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EU Parliament debates Imports from LAOGAI

September 28, 2010 by admin

Der Präsident. − Als nächster Punkt folgt die Erklärung der Kommission zur Einfuhr von in chinesischen Umerziehungslagern (Laogai) hergestellten Waren in die EU.

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Štefan Füle, Member of the Commission. − Mr President, honourable Members of Parliament, the issue raised in this question is indeed one that concerns fundamental human rights, which are core values of the European Union and which are also central to the Union’s external action.

I can assure you of the Commission’s fundamental attachment to human rights, as well as to the core Conventions of the International Labour Organisation, including the one on forced labour. At the same time, you are also aware of how delicate an issue this is in our relations with China.

The Commission fully agrees with the European Parliament that the laogai system is completely incompatible with universally-accepted concepts of human rights, as well as China’s ambitions to become a modern and developed society. The maintenance of this system is also wholly incompatible with China’s stated commitment to ratify the International Covenant on Civil and Political Rights, which it signed twelve years ago.

The European Union is indeed faced with the problem that goods produced in laogai, under those very conditions which we condemned, may well be imported into the European Union. However, it is extremely difficult to accurately establish whether – and which – goods imported from China into the European Union have been produced in laogai.

In response to previous queries by the European Parliament – as well as civil society organisations – the European Union has consistently raised the matter with China in recent years, particularly in the context of the bi-annual Human Rights Dialogue.

In this context, the European Union has underlined that the laogai system violates several articles of the International Covenant on Civil and Political Rights, and in particular Article 8, which prohibits forced or compulsory labour, and Article 9, which states that no one should be imprisoned without a proper trial.

To date, the European Union has preferred to use an approach of positive engagement with China, rather than making use of an import ban. However, we have to acknowledge that there are limits to this approach which, so far, has not produced any notable change in Chinese policy as regards Laogai.

We also have to recognise that China is not the only country where the issue of prison labour is a matter of concern. The Commission is therefore open to revisiting the question of the most effective way to apply pressure on countries that make use of prison labour, in violation of fundamental human rights principles and of the Conventions of the International Labour Organisation. However, this will have to be done in a horizontal way and should not be limited to China only.

We would welcome Parliament’s further views on this issue and will keep you informed on further developments.

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Michael Gahler, im Namen der PPE-Fraktion. – Herr Präsident! Es ist gut, dass wir diese Debatte in derselben Plenarwoche führen, in der wir auch den bevorstehenden EU-China-Gipfel thematisiert haben. Das Thema Laogai hat eine handelspolitische und eine menschenrechtspolitische Dimension. Ich konzentriere mich hier auf die menschenrechtlichen Aspekte.

In den Laogai-Gefängnissen Chinas findet Zwangsarbeit unter dem zynischen Motto „Reform durch Arbeit“ statt. In diesem riesigen Netz der Zwangsarbeitslager werden grundlegende Menschenrechte verletzt. Die Verhältnisse sind unerträglich und auch für die europäischen Partner Chinas nicht akzeptabel. Sie laufen den universellen Menschenrechten zuwider, zu deren Einhaltung sich die Volksrepublik China spätestens mit ihrem Beitritt zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vor 12 Jahren verpflichtet hat.

Das Europäische Parlament hat das Laogai-System bereits bei früherer Gelegenheit verurteilt. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen: Laogai-Gefängnisse tragen zugleich Namen von Handelsunternehmen wie normale Wirtschaftsbetriebe und verschleiern auf diesem Wege die wahre Natur ihrer in Zwangsarbeit hergestellten Produkte. Die USA wenden hierauf das gesetzliche Verbot des Imports von Gefängniserzeugnissen an und halten ihren Markt für diese sogenannten „Unternehmen“ geschlossen. Wir haben dieses Verbot noch nicht. Herr Kommissar, sie haben gesagt, es ist schwierig festzustellen, wo die Produkte herkommen. Die Namen dieser Unternehmen, die in Wirklichkeit Gefängnisse sind, sind bekannt. Die USA haben bereits Erfahrungen konkreter Art, wie man diese Produkte vom Markt fernhalten kann. Die Frage ist doch: Sind Sie bereit, einmal diese Unternehmenslisten zur Kenntnis zu nehmen und auch mit den USA konkret Erfahrungen auszutauschen, wie man auf diese Art und Weise etwas erreichen kann?

Wird die Europäische Union von China verlangen, dass der VN-Sonderberichterstatter über Folter schnellstens Gefängnisse seiner Wahl, vor allen Dingen in Xinjiang und Tibet, besuchen kann?

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Karin Kadenbach, im Namen der S&D-Fraktion. – Herr Präsident, Herr Kommissar! Ich möchte vorausschicken, dass die Fraktion der Sozialisten und Demokraten sehr an konstruktiven Beziehungen mit der Volksrepublik China interessiert ist. Ihre Antwort hat mich heute aber doch etwas enttäuscht, weil so überhaupt nichts Konkretes dabei war. Sie haben in Wirklichkeit die Ist-Situation noch einmal aufgezeigt und sich auch ein bisschen dahinter versteckt, dass es halt schwierig ist. Aber das kann keine Entschuldigung sein, wenn andere Länder und – das Beispiel haben wir gerade gehört – die USA hier schon ganz klare Lösungen gefunden haben.

Eine positive Handelsbilanz mit China – und das wünsche ich uns allen – kann keine Entschuldigung dafür sein, dass wir für derart gravierende Menschenrechtsverletzungen blind sind. Ich halte es China und auch den Repräsentantinnen und Repräsentanten der Volksrepublik China zugute, dass sie sicher sehr bestrebt sind, die sehr schwierige Situation in China – einen Boom, ein Wachstum der Wirtschaft an den Küsten und in den großen Städten, eine Verarmung in den ländlichen Gebieten, ein absolutes Ungleichgewicht des sozialen Gefüges in China – zu bekämpfen. Das kann aber für uns keine Entschuldigung sein, nicht alle Anstrengungen zu unternehmen, den Import dieser Güter nach Europa zu verhindern, seien sie bewusst oder unbewusst importiert. Es gibt jede Menge Maßnahmen, es gibt die Möglichkeit, unsere europäischen Unternehmen darauf hinzuweisen, welche Produkte das sind. Die Namen dieser Deckmantelfirmen, die aus Laogai-Lagern beziehen, kennt man, man kennt die Zulieferanten. Es nützt nicht viel, wenn wir in Europa bei den meisten Unternehmen wundervolle Leitbilder haben, die versprechen, dass die Menschenrechte eingehalten werden, wenn wir sie insgesamt nicht unterstützen, dass sie diesem Versprechen auch gerecht werden können

Ich möchte mich auch als Vertreterin der Konsumentinnen und Konsumenten sehen, die die Sicherheit haben wollen, wenn sie Produkte chinesischer Herkunft kaufen, keine Produkte aus Zwangsarbeit zu kaufen. Wir haben schon eine sehr große Sensibilisierung für Produkte, die aus Kinderarbeit kommen. Da hat man schon viele Maßnahmen gesetzt. Ich erwarte mir von der Kommission konkrete Vorschläge wie Gütesiegel, ich erwarte Embargos für Produkte, die nachweislich aus diesen Produktionen kommen, und ich wünsche mir weiterhin einen konstruktiven, effektiven Dialog mit China. Ich sehe auch auf Seiten der chinesischen Regierung den Willen, diesen Dialog fortzusetzen. Auch China ist daran interessiert, die Menschenrechtssituation zu verbessern. Versuchen wir, das im Dialog zu erreichen, aber schließen wir nicht – weil die Handelsbeziehungen so wichtig sind – nur vor Menschenrechtsverletzungen die Augen.

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Charles Goerens, au nom du groupe ALDE. – Monsieur le Président, plus de mille camps, selon les estimations des ONG, de 3 à 5 millions de personnes incarcérées dont la quasi-totalité accusées de mise en danger de la sécurité de l'État, des allégations concernant le trafic d'organes. Même si la liste n'est pas exhaustive, elle n'en demeure pas moins très inquiétante. Les camps de travail forcé en Chine sont une véritable honte.

La réaction de la communauté internationale, cependant, reste bien timide. En fait, ce que nous attendons de la part de l'Union européenne, c'est qu'elle nous indique des pas mesurés, certes, mais néanmoins susceptibles d'entraîner tous les partenaires commerciaux de la Chine à faire preuve d'une attitude soudée en vue d'obtenir de celle-ci des concessions réelles. On a déjà créé des task forces pour des enjeux de moindre importance.

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Marek Henryk Migalski, w imieniu grupy ECR. – Panie Komisarzu, ja też przyłączę się do tych głosów, które mówią, że Pana wystąpienie było lekko rozczarowujące, dlatego że ta kwestia powinna być dla nas kwestia kluczową. W tych obozach przebywa ok. 7 milionów osób. To są osoby bardzo często represjonowane ze względu na swoje poglądy religijne bądź polityczne. Naszą powinnością moralną i polityczną powinno być przeciwdziałanie temu faktowi.

Rzeczywiście trudno odnieść wrażenie inne niż to, że ten system więzień przypomina sowiecki gułag czy przypomina nawet w nazwie – bo przecież laogai to naprawa przez pracę – jako żywo słynny napis na niemieckim nazistowskim obozie koncentracyjnym w Auschwitz-Birkenau „Arbeit macht frei”. Nie możemy więc przechodzić koło tego obojętnie i ta kwestia powinna być absolutnie kluczowa we wszystkich rozmowach Unii Europejskiej z Chinami, ale też – jak rozumiem – wszystkich rozmowach państw Unii Europejskiej z Chinami. Jest to kwestia kluczowa i wzywam pana komisarza, żeby ta kwestia była stawiana na porządku obrad przy każdym spotkaniu z władzami chińskimi.

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Marie-Christine Vergiat, au nom du groupe GUE/NGL. – Monsieur le Président, nous savons toutes et tous ce qu'il en est de la situation de la démocratie et des droits de l'homme en Chine. Nous venons de parler de la politique européenne de voisinage. Dans les deux cas, un point commun: le réalisme économique prévaut.

Parce que la Chine est d'abord et avant tout, pour ceux et celles qui gouvernent l'Europe, un grand marché. Il ne faut donc pas contrarier les autorités chinoises car elles pourraient nous fermer leurs frontières. Et peu importe que la répression politique soit toujours la même, moi je n'ai pas oublié les victimes de la place Tian'anmen. Je n'oublie pas tous ceux qui croupissent en prison, dans des camps de travail, voire paient de leur vie leur combat pour la démocratie et les droits de l'homme.

Alors, oui, le système laogai est un terrible symbole de ce qui se passe en Chine. Vous nous avez encore dit que la Commission était attachée aux droits de l'homme. Alors, Monsieur le Commissaire, ne vous cachez pas derrière des considérations techniques! Ne vous contentez plus de discourir avec le gouvernement chinois! Vous savez bien comment le gouvernement chinois entend vos propos. Pour lui, les discussions en ce domaine sont des passages obligés.

Votre intervention préliminaire ne répond guère aux questions de mes collègues. Vous n'avez effectivement rien dit de concret, et ne vous cachez pas derrière le fait qu'il existe des camps de travail dans d'autres pays! La Chine se modernise, nous dites-vous. Moi, je dirais: cela dépend pour qui.

Je ne suis pas une proaméricaine, tant s'en faut. Mais il me semble, en l'occurrence, que faire à tout le moins ce que font les États-Unis serait un minimum. En matière de sécurité et de soi-disant lutte contre le terrorisme, nous savons coopérer avec les États-Unis, y compris au mépris des droits des citoyens européens. Pourquoi l'Union européenne n'est-elle pas capable de faire la même chose quand il s'agit de faire respecter les droits de l'homme?

Monsieur le Commissaire, quand l'Union européenne interdira-t-elle l'exportation des produits des camps laogai?

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Lorenzo Fontana, a nome del gruppo EFD. – Signor Presidente, onorevoli colleghi, signor Commissario, sicuramente le parole che ci ha riferito non sono quelle che ci attendevamo perché aspettavamo una reazione più decisa su questo argomento: non possiamo permettere che i diritti umani soccombano a quella che è l'economia, altrimenti l'Europa non ha più senso che esista.

Ci sono milioni di persone nei Laogai, milioni di persone che vedono i loro diritti umani prevaricati. Soprattutto non dobbiamo dimenticarci che comunque questo è anche un problema per l'economia europea, perché questi prodotti che arrivano sul nostro mercato poi creano quella concorrenza sleale che crea le crisi economiche anche in Europa, e vi sono perdita di competitività, dumping. Questo fa capire come nonostante quello che il governo di Pechino abbia detto e fatto in questi anni purtroppo i risultati non si vedono.

I Laogai continuano a esserci e purtroppo milioni di persone e milioni di persone – che poi rappresentano anche minoranze in questi paesi – vedono i loro diritti calpestati. Noi riteniamo, e auspico, che le logiche della diplomazia e della concertazione a questo punto cedano il passo a una reazione forte dell'Europa, che implichi un contrasto deciso a tutte le importazioni dei prodotti dei Laogai, magari sull'esempio degli Stati Uniti.

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Daniel Caspary (PPE). - Herr Präsident! Wir alle wissen, dass sich hinter den Laogai ein untragbares System von Arbeitslagern in China verbirgt. Schon allein die Existenz dieser Arbeitslager ist untragbar, doch wenn ich mir vorstellen muss, dass etliche dort hergestellte Produkte in unseren Läden zu finden sind, dann ist das einfach widerlich. Diese Arbeitslager dienen nicht nur dem Strafvollzug für Häftlinge, sondern die chinesische Regierung profitiert auch noch wirtschaftlich davon. Auch das ist untragbar. Und wer sagt uns eigentlich, dass die Delegation der Europäischen Union, die in 14 Tagen in China sein wird, nicht im Zweifelsfall mit Produkten aus diesen Arbeitslagern verköstigt wird? Mir würde der Appetit vergehen.

Sehr geehrter Herr Kommissar Füle, ich bin von Ihrer Aussage enttäuscht. Statt sich endlich einmal auf dieses Thema zu konzentrieren und uns Lösungen zu präsentieren, haben Sie angekündigt, dass die Kommission erst einmal prüfen will, in welchen anderen Ländern Produkte in kritischen Gefängnissen hergestellt werden und auf unsere Märkte kommen. Kümmern Sie sich einmal um ein Problem richtig! Lösen Sie dieses Problem, und dann können wir die anderen angehen. Wir sollten uns nicht breit aufstellen, sondern wirklich endlich dieses Thema wirksam bekämpfen.

Ich fordere die Kommission und den Rat auf, endlich sicherzustellen, dass die Produkte aus diesen Lagern in keinem europäischen Laden mehr zu kaufen sind. Wir wollen solche Produkte nicht in Europa. Unsere Freunde in den USA – es wurde mehrfach angesprochen – haben einen Weg gefunden, diese Produkte aus ihren Läden zu verbannen. Ich rufe die Kommission auf, dafür zu sorgen, dass diese blutbefleckten Produkte nicht mehr zu uns kommen. Ich wünsche mir eine gute Partnerschaft mit China, aber diese Lager und andere Themen werden immer ein Stachel im Fleisch unserer Beziehungen sein.

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Gesine Meissner (ALDE). - Herr Präsident! Herr Kommissar, Sie haben darauf hingewiesen, dass Menschenrechte Kernwerte der Europäischen Union sind. Wir haben im letzten Dezember voller Stolz den Lissabon-Vertrag verabschiedet und als Anhang dazu rechtsverbindlich die Charta der Menschenrechte. Es ist vollkommen richtig und wichtig, was Sie gesagt haben: Wir müssen diese Menschenrechte überall verteidigen und müssen auch unser wirtschaftliches Handeln daran ausrichten.

Nun hatten Sie darauf hingewiesen, das dies schwierig ist. Es ist aber schon gesagt worden, dass es gerade bei den Produkten aus Laogai eine Auflistung der Lager gibt. Ich habe ein Buch hier, da ist das alles drin. Da steht drin, welches Gefängnis unter welchem Handelsnamen welche Produkte herstellt. Man kann das also recherchieren. Darum hat zum Beispiel die Laogai Research Foundation sowohl international als auch europäisch – wo der Präsident Peter Müller heute auch im Raum ist – den Kommissar De Gucht angeschrieben und ihn gebeten, dem Sonderbotschafter der UNO den Besuch von Lagern eigener Wahl zu ermöglichen und zum anderen zu prüfen, ob man ähnlich wie die USA, die da mutiger sind als wir, nicht Zollpräferenzen für solche Produkte zeitweilig aussetzen kann. Und ich frage Sie, wie weit diese Prüfung gediehen ist, die die Kommission uns zugesagt hat.

(Beifall)

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Fiorello Provera (EFD). - Signor Presidente, onorevoli colleghi, aggiungo qualche cifra a quelle citate dai colleghi: sono oltre 1 000 i campi Laogai accertati, dai 40 ai 50 milioni di prigionieri sono stati ospitati nei Laogai dal 1949 e soprattutto sono 314 le imprese commerciali legate ai Laogai.

I Laogai sono un sistema di prigionia tra i più repressivi al mondo, creato sul modello dei Gulag sovietici per punire gli oppositori del regime comunista, quindi per motivi politici. L'Unione europea ha già enormi difficoltà a competere con il sistema di produzione della Repubblica popolare cinese, i cui standard sindacali, ambientali e di tutela dei consumatori sono di fatto inesistenti. Se noi accettiamo di importare beni prodotti dal lavoro di prigionieri politici ci rendiamo complici, quantomeno morali, di questi crimini che invece dovremmo contribuire a eliminare.

Altrimenti, Commissario, confermeremmo l'impressione di essere molto critici verso i piccoli Stati e molto prudenti nei confronti delle grandi nazioni come la Cina. Il prossimo summit di ottobre, concludo, è un'occasione per sollevare anche questo problema; mi auguro, Commissario, che questa occasione non venga perduta e che ritorni con notizie più favorevoli.

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Cristian Dan Preda (PPE). - Articolul 11 al Declaraţiei Universale a Drepturilor Omului prevede, aşa cum ştiţi, dreptul la un proces echitabil. Este evident că laogai, reeducarea prin muncă, încalcă în mod vădit acest drept. Lagărele laogai, aşa cum au spus şi colegii mei înainte, fac mai mult decât atât: ele supun prizonierii torturii şi tratamentului degradant ca şi unor munci, evident neplătite, în mine, în ferme, în fabrici, care sunt prelungite uneori până la întreaga durată a zilei. Tot în lagărele laogai, după anchetele organizaţiilor de apărare a drepturilor omului, deţinuţii sunt supuşi bătăii, agresiunilor sexuale, fiind, de asemenea, lipsiţi de asistenţă medicală şi de o alimentaţie acceptabilă. Importul în Uniunea noastră a unor asemenea produse create în sistemul laogai trebuie în mod evident interzis. Sunt convins de lucrul acesta. Comisia poate să monitorizeze această interzicere. Domnul Gallagher a sugerat-o foarte clar în intervenţia domniei sale.

Pe de altă parte, cred şi eu, aşa cum au spus-o şi alţi colegi, că orice ocazie trebuie folosită de reprezentanţii Uniunii în întâlnirile la nivel înalt cu oficiali chinezi pentru a cere explicit interzicerea acestui sistem degradant.

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Cristiana Muscardini (PPE). - Signor Presidente, onorevoli colleghi, a chi segue il dio denaro non importa che questo denaro sia insanguinato. Il governo cinese utilizza la manodopera di queste persone con ritmi di lavoro disumani e continua a esportare in Europa merce insanguinata.

Io non credo che la questione morale aiuterà molto l'Unione europea a risolvere il problema, perché l'Unione europea non ha ancora misure che vietino l'importazione di tali beni e continua i suoi negoziati con la Repubblica popolare cinese nonostante sia a conoscenza di quello che la Cina fa e di quale sia l'origine di questi manufatti.

Temo che la questione morale non interessi a sufficienza all'Europa, perciò il nostro Parlamento rivolge un fermo invito a ritornare con più determinazione, ad affrontare con la Cina in maniera inequivocabile questo problema e, nel frattempo – visto che l'Europa teme anche per la sua economia – che almeno si muova per avere al più presto un regolamento per la denominazione di origine dei prodotti, così potrà dire al governo cinese che se non sarà impedita la manifattura di lavori fatti dai carcerati e la loro esportazione, tutto ciò che sarà cinese per noi sarà un probabile strumento nato dal sangue.

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Tunne Kelam (PPE). - Mr President, Commissioner, we should not forget that a substantial part of China’s economic rise is due to the prison economy. The laogai system has been the most important tool of massive political oppression and has included since 1949 about 50 million inmates. Even today there are up to five million detainees. Most of them have been kept there under the guise of preventing a threat to state security. The large-scale exploitation of slave labour in Communist China’s prison camps has become an open secret. It has been proved that most laogai prisons operate under the titles of commercial companies.

On the eve of the EU-China summit, Commissioner, are you prepared to implement President Van Rompuy’s principle of reciprocity in further actions? I agree that you did not answer most of our questions. For example, is there any cooperation with US authorities on detecting laogai products? Have you taken a look at Parliament’s previous resolutions which have advocated a ban on sales of laogai products in Europe and have insisted that further progress on cooperation with China should depend on Beijing ratifying important UN and ILO Conventions? Also, are you prepared to suspend China’s status under the generalised system of preferences if the Chinese authorities refuse? These are questions to which we need answers.

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Martin Kastler (PPE). - Herr Präsident! Menschen in Arbeitslager zu stecken, weil sie anders denken als ein herrschendes Regime, ist ein Verbrechen an der Menschenwürde. Zwangslager, Umerziehungslager, Internierungslager – all das sind Anachronismen, die im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren haben, egal wo auf der Welt. Ich bin wirklich enttäuscht, dass die Europäische Kommission im Fall Chinas wider besseres Wissen uns hier im Europäischen Parlament heute keine konkreten Schritte präsentiert hat und auch nicht dargelegt hat, wie sie sich die weitere Zusammenarbeit zwischen der EU und China vorstellt.

Wenn die USA Unternehmenslisten hat, wenn es Bücher gibt, in denen die Unternehmen veröffentlicht sind, die als Decknamen für Internierungslager gelten – wieso haben Sie diese nicht? Oder warum verschließen Sie davor die Augen? Sie und die Kommission machen sich mitschuldig am Leid derjenigen, die meist ohne rechtsstaatliche Prozesse inhaftiert worden sind. Das kann niemand wollen. Rechtsstaatlichkeit ist eines unserer Grundprinzipien in Europa, in der Europäischen Union. Ich schäme mich als Europaabgeordneter fast dafür, dass wir das heute hören mussten. Aber ich freue mich auf der anderen Seite, dass wir hier über alle Parteigrenzen hinweg dieses Prinzip der Rechtsstaatlichkeit für Freiheit und für Menschenwürde gezeigt haben. Dafür möchte ich auch allen Kollegen danken.

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Michael Theurer (ALDE). - Herr Präsident, Herr Kommissar! Die Kollegen haben ausgeführt, dass es eine dringende Menschenrechtsangelegenheit ist, dass die Einfuhr dieser Produkte in die Europäische Union gestoppt wird. Ich bin auch der Meinung, dass sich unter solchen menschenunwürdigen Bedingungen die Frage stellt, ob hier nicht auch ein Dumpingpreis gemacht wird. Da müsste ein Antidumpingverfahren in die Überprüfung genommen werden.

Darüber hinaus sollten wir als EU auch ganz eindeutig klarmachen, dass unabhängig von der Handelsfrage solche Verhältnisse in Arbeitslagern nicht zu akzeptieren sind. Es geht nicht nur um die Produkte, sondern es geht natürlich um die Verbesserung der Verhältnisse für die Menschen, die hier interniert werden und keinen rechtsstaatlichen Grundsätzen unterliegen. Dies sollten wir gegenüber der Volksrepublik China noch einmal ganz klar und deutlich machen.

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Eva Lichtenberger (Verts/ALE). - Herr Präsident, herzlichen Dank. Herr Kommissar, Sie haben gesagt: In den Beziehungen zu China ist dieses Thema sehr delikat. Ja klar! Ich glaube aber auch, dass es zwischen Partnern, die miteinander Wirtschaft treiben, die miteinander eine Partnerschaft auf globaler Ebene aufbauen, ein Gesetz der Notwendigkeit ist, seine eigenen Werte nicht nur in Verhandlungen zu betonen, sondern auch Konsequenzen daraus zu ziehen. Sonst könnte einem der Verhandlungspartner nämlich auch Scheinheiligkeit unterstellen, wenn man einerseits zwar kritisiert, dass es diese Lager gibt, die zu verurteilen sind – ich glaube, da sind wir uns einig –, andererseits dann aber diese Produkte willig auf seinem Markt zulässt. Es ist eine Frage der europäischen Glaubwürdigkeit, dass wir hier nicht nur reden, sondern auch handeln. Und dafür, glaube ich, gibt es von China eher Respekt als Ablehnung. Denn einen Verhandlungspartner, dessen Scheinheiligkeit so deutlich wird, nimmt man wesentlich weniger ernst als jemanden, der zu seinen Werten – auch bis zum Handeln hin – steht.

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Charles Tannock (ECR). - Mr President, China is an economic capitalist wonder but it is essentially a brutal one-party Communist state. One of the more unpleasant facts is the forced ‘re-education’ through labour camps, or laogais, to which millions of dissenters or political opponents – from Uighurs to Falun Gong practitioners and, in the past of course, Tiananmen Square protesters and their relatives – are sent.

In these camps there are horrendous, albeit unproven, allegations of organ harvesting, for transplant purposes, among prisoners about to be executed. It is a fact, of course, that China does execute thousands of its citizens yearly for various reasons: from major capital crimes – something we might find understandable – to economic sabotage and even pimping.

There is another issue which I raised in the past with Commissioner Mandelson, which is the worry that forced labour camps may be producing goods. This is an allegation. One particular thing cited was rubber boots, which somehow find their way onto the EU markets. I have some sympathy with the Commission because identifying this, or proving it, has so far been impossible.

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Jaroslav Paška (EFD). - Tábory Laogai, pomenované podľa čínskeho „lao“ – prevýchova a „gai“ – práca, sa začali v Číne vytvárať krátko po komunistickom prevrate v roku 1948.

V táboroch od ich vzniku uväznili približne 50 miliónov Číňanov, z ktorých sa domov vrátila len polovica. Podľa výskumnej nadácie Laogai vo Washingtone v súčasnosti v Číne existuje viac ako 1700 takýchto táborov. Uväznených je v nich 3 až 5 miliónov Číňanov. Do táborov sa dostávajú zväčša bez súdneho procesu, stačí rozhodnutie polície. Čínsky režim v táboroch cielene zbavuje väzňov ľudskej dôstojnosti, individuality, ich príbuzných a priateľov núti písať listy, v ktorých uväzneného odvrhnú a vzdajú sa ho. Tieto listy, ale aj neľudské dlhodobé vypočúvanie, mučenie a 14 hodín ťažkej práce denne väzňov nakoniec zlomia. Do roka majú väzni len 3 – 4 dni voľna. V táboroch neexistuje lekárska starostlivosť, nie sú lieky. Zlú stravu si väzni, ktorí pracujú vonku, vylepšujú jedením trávy. Tábory neposkytujú žiadne súkromie a 5 – 15 % väzňov spácha v tábore samovraždu.

Mali by sme preto prijať účinné opatrenia na to, aby producisti z tejto otrokárskej produkcie nešpinili svedomie európskej civilizácie.

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Nick Griffin (NI). - Mr President, the prospect of being jailed for thought crimes is shocking. Unlike most of the people here, I can tell you that from personal experience. The British Government has tried to jail me three times under anti-free-speech laws that state that telling the truth is no defence. So I am very sympathetic to Chinese, and especially Tibetan, dissidents forced into slave labour in Communist prison camps.

Steps must be taken to prevent the goods they make being allowed to undercut manufacturing and workers in the West. But, if one accepts that items made by forced labour constitute unfair competition, it is impossible to avoid the same conclusion about goods made by sweated labour, by workers who are not allowed to organise into trade unions in a country where there are no environmental protection costs.

The truth is that all manufactured goods from China constitute unfair competition. Trade with China, far from being free, costs millions of jobs and destroys our manufacturing base. It is time to protect our workers from this unholy alliance of Communist tyranny and capitalist greed.

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Andrew Henry William Brons (NI). - Mr President, whether or not it should be permissible to sell goods which prisoners have been compelled to make must depend on whether the prisoners have committed real offences, as distinct from political ones – of course in China we know exactly what the offences are – on whether the judicial system is fair and, certainly, on whether prisoners are being kept in humane conditions, which they are certainly not in the laogai.

However, whether or not other people should be permitted to buy them must depend on whether or not the importing country wishes to close down its own factories and put its own workers out of employment. That should apply not only to goods made by prisoners but to goods from any low-wage economy with which our workers cannot expect to compete.

Advocates of free trade in the classical economics books always say that free trade makes the world as a whole much richer. However, that does not mean that each country becomes richer. It certainly does not mean that British and other European workers who are thrown out of work will become richer. Their interests must come first.

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Štefan Füle, Member of the Commission. − Mr President, honourable Members, China’s economic development is unparalleled in modern economic history, and it is playing an increasingly important role on the world scene. This role also entails responsibilities, such as respect for fundamental rights and core labour rights. It is crucial for the Chinese leadership to live up to these challenges.

Even in these challenging times, China and Europe are natural partners. A policy of engagement and dialogue with China is the best way to move forward to resolve these issues, notably in the context of our Human Rights Dialogue or the EU-China High-Level Economic and Trade Dialogue.

This being said, we must also stand up for our values and principles, including with regard to prison labour in the laogai. In the light of this, the Commission – as I mentioned in my introduction – is open to considering an effective way of preventing imports of goods made using prison labour and will further pursue this in close dialogue with the European Parliament.

My colleague, Commissioner Karel De Gucht, made extensive reference to human rights in China in this House last Tuesday. I can reassure this House that human rights, including the European Union’s wish to see the laogai abolished, will be raised at the EU-China summit on 6 October.

Unlike the United States, the EU does not have a horizontal instrument in place banning the import of goods produced using prison labour. The Commission is ready to study the effectiveness of the United States law in preventing such imports, given the difficulty in identifying them. I will not miss the opportunity to inform my four colleagues the work of whose respective DGs is related to this issue that, according to this House, the time has come to establish an inter-DG taskforce to look into this matter more deeply.

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Der Präsident. − Die Aussprache ist geschlossen.

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